Steuergeldfinanzierter Verein diskriminiert Österreicher

Asylwerber müssen für die angebotenen Leistungen deutlich weniger bezahlen als Mindestsicherungsbezieher oder „Normalverdiener“. „Es ist völlig verständlich, dass sich Eltern beschweren, wenn Asylwerber für die Nachhilfe um mehr als zwei Drittel weniger bezahlen müssen als österreichische Kinder“, meint der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend, Bundesrat Dr. Michael Raml dazu.

„Inländerdiskriminierung“ ortet der Jungpolitiker und weist auf ein besonders Detail hin: „Von einem Verein, der sich als gemeinnützig tituliert und bei dem Gleichbehandlung eine große Rolle spielt, erwarte ich mir, dass österreichische Kinder zumindest nicht schlechter gestellt werden als Asylwerber. Immerhin wurde dieser Verein vor zwei Jahren noch mit 204.796 Euro an Fördergeldern vom Land subventioniert.“

Raml führt weiter aus: „Wenn mir schon auf der Homepage des Vereins auffällt, dass den Leuten dort der Einsatz für Gleichberechtigung ein großes Anliegen ist, so erscheint es doch völlig widersprüchlich, wenn man ausgerechnet bei den Preisen für Nachhilfe dermaßen unterscheidet.“

Außerdem kritisiert Österreichs jüngster Bundesrat: „Oft wird Ausländerdiskriminierung bereits dann vorgeworfen, wenn es in der Schulkantine keine Alternative zum Schweinsschnitzerl gibt. In diesem Fall, wo Inländer tatsächlich benachteiligt werden, fehlt mir der Aufschrei von jenen, die sonst immer als erste mit dem Finger zeigen, wenn es um die gebotene Gleichbehandlung geht.“ Eine mögliche sachliche Rechtfertigung fehle vor allem auch deshalb, da auch Bezieher von Mindestsicherung höhere Tarife bezahlen müssen. Raml abschließend: „Es muss doch möglich sein, gleich günstige Nachhilfe für alle Schüler anbieten zu können.“

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